Bildungsplanung

Arbeiten und Projekte

Bildungsmonitoring

Schülerinnen und Schüler mit sozial benachteiligter Herkunft weisen zu Beginn der Primarschulzeit ein geringeres Vorwissen auf als solche aus besser gestellten Familien. Diese Unterschiede in der Leistungsentwicklung werden im Verlauf der Primarschulzeit noch grösser. Auf der Sekundarstufe bleiben sie dann stabil. Dieses Ergebnis aus den Zürcher Lernstandserhebungen unterstreicht die Wichtigkeit wirksamer Massnahmen im Frühbereich. Dank gezielter Förderung der individuellen Lernvoraussetzungen sollen Kinder aus sozial benachteiligtem Elternhaus bei Schuleintritt möglichst gleiche Bildungschancen haben.

Die Abteilung Bildungsmonitoring bewertet Ergebnisse aus wissenschaftlichen Evaluationen und aus Erhebungen zu Schulleistungen von Schülerinnen und Schülern. Sie erstellt auf der Grundlage bildungsstatistischer Daten Wirkungsanalysen und Prognosen. Auf diese Weise unterstützt sie die Planung der Bildungsdirektion. Zudem begleitet die Abteilung Bildungsmonitoring externe Evaluationen und koordiniert Forschungsanfragen.

Bildungsstatistik

Die Bildungsstatistik Kanton Zürich hat den gesetzlichen Auftrag, statistische Daten aus dem Schulbereich zu erheben, auszuwerten und benutzergerecht aufzubereiten. Die Daten und deren Auswertungen dienen in erster Linie als Grundlage für bildungspolitische Planungs- und Entscheidungsprozesse von Bund, Kanton und (Schul-)Gemeinden. Damit wird das Ziel unterstützt, das Bildungswesen auf zukünftige Erfordernisse vorzubereiten. Da die Bildungsstatistik Daten von öffentlichem Interesse erhebt, sind sie der Öffentlichkeit zugänglich.

Neben den Daten zum Zürcher Bildungswesen erstellt die Abteilung Bildungsstatistik im Auftragsverhältnis auch die Bildungsstatistik der Kantone Thurgau, Glarus und Graubünden.

Strategische Projekte

Viele Akteure im Schulfeld sehen sich durch die Reformen der vergangenen Jahre erheblich belastet. Dies ist ernst zu nehmen. Tief greifende Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft rufen aber gerade im Bildungsbereich nach kontinuierlicher Weiterentwicklung und Innovation. Denn Bildung soll Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Chance eröffnen, sich persönlich zu entfalten. Bildung stärkt zudem den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schafft Voraussetzungen für wirtschaftlichen Fortschritt.

Zusammen mit den Ämtern sowie den Institutionen und Organisationen des Schulfeldes bearbeitet die Abteilung Strategische Projekte ämterübergreifende Vorhaben zur Weiterentwicklung des Bildungsangebots des Kantons Zürich.

Beauftrager «Gewalt im schulischen Umfeld»

Mobbing in der Schule, sexuelle Übergriffe von Teenagern oder Gewaltexzesse von Jugendlichen verunsichern und machen betroffen. Eltern und Schulen setzen alles daran, dass Kinder und Jugendliche in einem gewaltfreien Umfeld heranwachsen. Wo finden Schulen und Eltern dafür Unterstützung? Was können sie tun, wenn Kinder und Jugendliche Opfer von Gewalt werden oder selber Gewalt ausüben?

Aufgabe des Beauftragten «Gewalt im schulischen Umfeld» ist es, Massnahmen zur Gewaltprävention und -intervention an Schulen und in deren Umfeld zu verstärken. Dazu gehört, Informationen über Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Bevölkerung zugänglich zu machen. Das Internetportal «Stopp Gewalt» informiert Schulen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler, was sie gegen Gewalt tun und wo sie Unterstützung finden können.