Bildungsplanung

Belastung - Entlastung im Schulfeld

Projekt Belastung - Entlastung im Schulfeld

Die Ansprüche und Erwartungen an das Bildungssystem sind in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen. Sowohl die Schulen als auch die Bildungsdirektion haben mit verschiedenen Massnahmen versucht, den Veränderungen in der Gesellschaft gerecht zu werden. Dank dem grossen Engagement aller Beteiligten weisen die Volksschulen des Kantons Zürich deshalb eine gute Qualität aus. Die Belastungen von Lehrpersonen, Schulleitenden und Behörden haben in den letzten Jahren aber zugenommen. Auf diesem Hintergrund hat Bildungsdirektorin R. Aeppli im Sommer 2009 das Projekt "Belastung – Entlastung im Schulfeld" gestartet.

Gemeinsame Suche nach Lösungen

Am Projekt beteiligt waren alle, die in der Volksschule professionell mitwirken. Die Verbände der Lehrpersonen (LKV, SekZH, vpod, ZLV), der Schulleiterinnen und Schulleiter (VSLZH), der Schulpräsidentinnen und Schulpräsidenten (VZS) sowie der Schulverwaltungen (VPZS) bildeten zusammen mit Verantwortlichen aus der Bildungsdirektion (Volksschulamt, Bildungsplanung und Generalsekretariat) und der Pädagogischen Hochschule (PH Zürich) eine Projektgruppe. Unter externer Leitung (B. Bucher, Luzern) hatte diese Projektgruppe die Aufgabe, den anspruchsvollen Projektauftrag umzusetzen.

Im Projekt "Belastung – Entlastung im Schulfeld" wurde die Belastungssituation gemeinsam analysiert und zusammen nach Wegen gesucht, um die Arbeitssituation von Lehrpersonen, Schulleitungen und Schulbehörden sowie die Zusammenarbeit aller Beteiligten nachhaltig zu verbessern. Bildungsdirektorin R. Aeppli formulierte dafür zwei Rahmenbedingungen: Die tragenden Elemente des Volksschulgesetzes, dem die Zürcher Stimmberechtigten 2005 deutlich zugestimmt hatten, durften nicht angetastet werden. Zudem mussten allfällige Mehrkosten mit Einsparungen kompensiert werden.

Grobanalyse der Belastungssituation

Zwischen September und November 2009 führte die Projektleitung zahlreiche Erhebungen, Hearings und Interviews durch. Einbezogen waren mit Ausnahme der Schülerinnen und Schüler alle Beteiligten der Volksschule des Kantons Zürich. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Erhebungen erstellte die Projektgruppe einen Zwischenbericht, der am 22. Dezember 2009 an Bildungsdirektorin R. Aeppli übergeben wurde. Die darin vorgenommene Grobanalyse der Belastungssituationen und die skizzierten Entlastungsmöglichkeiten wurden mit der Bildungsdirektorin beraten. Der Zwischenbericht diente als Grundlage für die Weiterarbeit und wurde am 9. Februar 2010 mit einer Medienmitteilung publiziert.

Entlastungsvorschläge

Die im Zwischenbericht skizzierten Entlastungsmöglichkeiten wurden zwischen Januar und Juni 2010 von der Projektgruppe in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Schulfeld und der Bildungsdirektion eingehend geprüft. In der Folge hat die Projektgruppe konkrete Entlastungsvorschläge ausgearbeitet. Diese Vorschläge sind im Schlussbericht der Projektgruppe vom 15. Juli 2010 und in detaillierten Beilagen (P.1 bis P.18) dargestellt. An der Medienkonferenz vom 17. September 2010 wurden die Entlastungsvorschläge der Öffentlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig skizzierte Bildungsdirektorin R. Aeppli das weitere Vorgehen.

Die Bildungsdirektion wird folgende kurz- und mittelfristigen Massnahmen umsetzen: Die Schulen sollen flexibler über ihre Ressourcen verfügen können, die Mitarbeiterbeurteilung soll vereinfacht und die Unterrichtsverpflichtung für Schulleitende gestrichen werden. Um den Aufwand für Absprachen zu verringern, wird eine Reduktion der Lehrpersonen pro Klasse angestrebt. Überdies werden statistische Erhebungen und die Personaladministration vereinfacht. Verantwortlich für die Umsetzung dieser Massnahmen ist das Volksschulamt. Weitere Entlastungsvorschläge müssen vertiefter diskutiert und geprüft werden.