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Bildungsplanung
Lehrmittelpolitik
Lehrmittel bereiten Lerninhalte didaktisiert auf; sie sind daher aus der Schule kaum wegzudenken. Sie unterstützen Lehrpersonen beim Unterrichten, für Schülerinnen und Schüler stellen sie ein wichtiges Hilfsmittel für das Lernen dar.
Die Ansprüche an Lehrmittel sind gewachsen und nehmen weiter zu. Von Lehrmitteln wird erwartet, dass sie in Bezug auf die Auswahl und Aufbereitung von Inhalten aktuell sind und die Umsetzung von lerntheoretischen Erkenntnissen unterstützen. Gleichzeitig sollen Lehrmittel „praxistauglich“ sein, d.h. sie sollen direkt in jeder Form von Unterricht eingesetzt werden können und differenzierte Lernangebote zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern enthalten. Die Frage, was ein „gutes“ Lehrmittel auszeichnet, wird recht unterschiedlich beantwortet. Hierbei zeigt sich, dass ein Teil der Zürcher Lehrpersonen mit einigen der zur Verfügung stehenden Lehrmittel unzufrieden ist.
Neben dem Stellenwert und der Qualität der Lehrmittel stellt auch die künftig verstärkte Orientierung an sprachregional einheitlichen Lehrzielen (Lehrplan 21) und Lernleistungsergebnissen (HarmoS) eine Herausforderung für die Lehrmittelpolitik des Kantons Zürich dar.
Projektauftrag
Der Bildungsrat hat deshalb im Februar 2009 die Bildungsdirektion mit dem Projekt „Lehrmittelpolitik des Kantons Zürich“ beauftragt. Ziel ist es, das Lehrmittelwesen zu analysieren und weiter zu entwickeln. Folgende Themen werden bearbeitet: Die künftige Ausrichtung der kantonalen Lehrmittelpolitik, die Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem schulischen Feld, die Steuerung und Planung im Lehrmittelwesen, die Qualitätssicherung bei der Lehrmittelschaffung, die Lehrmitteleinführung und -begleitung sowie die Lehrmittelforschung.
Erster Zwischenbericht
In einem ersten Schritt hat die Projektgruppe in Zusammenarbeit mit einer breit abgestützten Begleitkommission den Zwischenbericht „Leitlinien zur Lehrmittelpolitik des Kantons Zürich“ erarbeitet. Der Bericht analysiert das kantonale Lehrmittelwesen, zeigt Stärken und Schwächen auf und formuliert zehn Leitsätze, nach welchen sich dieses künftig ausrichten soll. Die Leitsätze machen Aussagen zu den politischen Rahmenbedingungen, zur interkantonalen Koordination, zur Beziehung zu Schulen und Lehrpersonen und zur inneren Organisation des Lehrmittelwesens. Der Bildungsrat hat die im Bericht vorgeschlagene Stossrichtung im Februar 2010 gutgeheissen. Entsprechende Massnahmen werden in den nächsten drei Jahren erarbeitet und umgesetzt.
Aufträge an das Projekt "Lehrmittelpolitik"
Ausgehend von den zehn Leitsätzen zur Lehrmittelpolitik des Kantons Zürich, den dazugehörigen Erwägungen und daraus abgeleiteten operativen Folgerungen, ergeben sich 15 Aufträge an das Projekt (siehe Dokumente: Auftrags- und Terminliste).
In einer ersten Phase bildete die künftige Regelung der Lehrmittelwahl den Schwerpunkt der Projektarbeiten. Das neue Modell sieht im Wesentlichen vor:
- Reduktion des Lehrmittelobligatoriums auf die Fachbereiche Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik und Religion und Kultur
- Lehrmittelwahl auf Schul- bzw. Gemeindeebene in den übrigen Fachbereichen
- Kantonale Qualitätsanforderungen an Lehrmittel
- Aufhebung der Lehrmittelstatus "provisorisch-obligatorisch" und "zugelassen"
Der Bildungsrat erklärte sich im Januar 2011 mit dem ihm vorgeschlagenen neuen Modell zur Regelung der Lehrmittelwahl einverstanden.
Aktuell befassen sich die Projektarbeiten im Kern mit der Neugestaltung der Organisation des kantonalen Lehrmittelwesens im Bereich der obligatorischen Lehrmittel (siehe Dokumente: Schulblattinterview (1/2012)).
Weitere Informationen
Kontakt
Bildungsdirektion Kanton Zürich
Bildungsplanung
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Postfach
8090 Zürich
Sekretariat
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Telefon
+41 (0) 43 259 53 50
E-Mail
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